Deutschland brennt!

fuUnter dem Motto die „Uni brennt“ breiten sich die Hörsaalbesetzungen an Universitäten, die vor ein paar Wochen in Wien in Österreich ihren Anfang nahmen nun auch auf Deutschland aus. Zahlreiche Unis in ganz Deutschland wurden und werden besetzt. Gestern wurden Hörsäle an der FU und HU in Berlin besetzt. Auch Besetzungen in anderen europäischen Ländern wurden gemeldet.

Die StudentInnen wollen sich mit den Hörsaalbesetzungen einen Freiraum in der Uni schaffen, in welchem sie die Möglichkeit haben u.a. den Bildungsstreik voranzutreiben und über die Lern- und Arbeitsbedingungen an den Unis zu diskutieren, die seit Jahren immer schlechter werden. Ziel dieses Diskussionprozesses ist u.a. die Ausarbeitung von Forderungen, mit denen die Verbesserung dieser Lern- und Arbeitsbedingungen erreicht werden kann.

Für eine internationale StudentInnenbewegung!

Solidarität mit allen Studentenprotesten weltweit!

nähere infos aus..:

Deutschland:   unsereunis.de /   Bildungsstreik

Berlin:                Berlin

Österreich:       Wien …

Veranstaltung an der HU Berlin

BaR

Sozialismus – Von der Aktualität einer Utopie

sDi, 10.11. |  18.00 Uhr
FU, Hörsaal 1a in der Silberlaube (Habelschwerdter Allee 39-45, U3 Dahlem Dorf oder Thielplatz)

Sozialismus – Von der Aktualität einer Utopie (AStA FU, Antifaschistische Linke Liste FU Berlin, PROKLA)


URL: http://www.prokla.de/archiv/archivframeset.htm

 

Sozialismus – was heißt das eigentlich?

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall wird allerorten Feierstimmung verbreitet, das Jahr 1989 beherrscht die Schlagzeilen. Mit dem Ende des autoritären »Real-Sozialismus« soll auch jede Debatte über grundsätzliche gesellschaftliche Alternativen erledigt sein. Doch die Politik der Erinnerung kann kaum verdrängen, was allzu offensichtlich ist: In der größten Wirtschaftskrise seit 1929 ist die Frage nach einer solchen Alternative wieder zur Gegenwartsfrage geworden.

Nicht nur in den Medien, sondern auch in der Wissenschaft drückt man sich um die längst notwendige Generaldebatte. Reformen und Regulationen, bestenfalls ein »Green New Deal« sind Diskussionsgegenstand, das Versagen der Marktwirtschaft wird jedoch ausgeblendet.

Dem wollen wir entgegentreten. Fünf Autoren und Autorinnen der »PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft«, die sich in einem Themenheft mit Sozialismuskonzeptionen auseinandergesetzt haben, diskutieren ausgehend von ihren Aufsätzen.

Wir wollen darüber reden, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der nicht Profit und Markt, sondern gesellschaftliche Bedürfnisse die Produktion bestimmen, in der die Verteilung von Arbeit und Ressourcen demokratisch geplant wird. Eine Gesellschaft ohne selbst produzierte Sachzwänge, eine Gesellschaft, die willens und fähig ist, der ökologischen Katastrophe zu entgehen. Eine historische Analyse des sogenannten »real existierenden Sozialismus« ist dabei unverzichtbar.

Jenseits von Nostalgie und Retrokult soll herausgearbeitet werden, warum im Staatssozialismus gesellschaftliche Emanzipation gerade nicht verwirklicht wurde. Diese Emanzipation, verstanden als praktizierte Herrschaftskritik, ist jedoch Kernstück jeder ernsthaften Konzeption von Sozialismus.

Es diskutieren:

Raul Zelik (Schriftsteller und Politologe, Berlin)

Renate Hürtgen (Historikerin, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Alex Demirovic (Politologe, TU Berlin)

Christian Siefkes (Informatiker, Berlin)

Ralf Hoffrogge (Historiker)

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Linke Liste ::[all]:: an der FU Berlin, des AStA FU Berlin und PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

Veranstaltung an der HU Berlin

BaR

Do 05.Nov 18:00 FU Berlin

BmA

Bildungsstreik meets Arbeitskampf

Veranstaltung an der FU Berlin zu den Ursachen und gemeinsamen Perspektiven von Bildungs- und Arbeitskämpfen an Hochschulen

Es berichten und diskutieren:

Gebäudereinigerin (Gewerkschaftsmitglied IG BAU)

VertreterIn des Studentenwerks / ver.di

VertreterIn akademischer Mittelbau

Studentin (Aktivistin im Bildungsstreik)

Veranstaltet von AG Arbeitskampf / IG BAU / ver.di

05.Nov / 18 Uhr / FU Berlin

Habelscherdter Allee 45 (Silberlaube)

Raum: JK 26/140

Deutsche BildungsstreikaktivistInnen in Wien

AktivistInnen aus dem deutschen Bildungsstreik waren diese Woche in Österreich, um vom Bildungsstreik im Sommer in Deutschland zu berichten.

hier ein livemitschnitt von einer Diskussion im besetzten Audimax Uni Wien

 

Soli Flashmob

look

 

Am Montag haben mehrere Berliner StudentInnen mit verschiedensten Aktionen auf die Unibesetzungen in Österreich aufmerksam gemacht.

Ziel ist es Solidarität zu zeigen und den Ereignissen in Österreich mehr Öffentlichtkeit in Berlin zu geben. Unter anderem wurden Straßenschilder die Österreichische Städtenamen tragen verändert, so wurde zB die „Wienerstraße“ in „Wiener Uni brennt“ umbennant.

Unter dem Motto die „Uni brennt“ finden seit nun knapp zwei Wochen Studentenproteste in Österreich statt, in deren Folge auch einige Unis besetzt wurden und noch imm

er besetzt sind.

hier Fotos und Bericht von der Aktion in Berlin

umbennenung

05.Nov Bildungsstreik meets Arbeitskampf

Bildungsstreik meets Arbeitskampf

Podium und Diskussion

05.Nov / 18 Uhr / FU Berlin

Habelscherdter Allee 45 (Silberlaube)

Raum: JK 26/140

 

Bildungsstreik meets Arbeitskampf

Tarifabschluss der IG BAU!

Arbeitskampf führt zu Lohnerhöhung

VertreterInnen der IG BAU und der GebäudereinigerInnen bedankten sich noch einmal ganz herzlich bei der Unterstützung durch die StudentInnen in Berlin bei ihrem Arbeitskampf und versprachen auch, uns im anstehenden Bildungsstreik zu unterstützen.

Zitat IG BAU Organizer:

„Ich bedanke mich unendlich für all Eure Hilfe, die Solidarität, die super Zusammenarbeit!!! Ihr wart super!!!“

„Auf eine weiter super Zusammenarbeit für den Bildungsstreik! Wir haben noch viel vor uns.“

links zu dem Tarifabschluss:

Zweistufig Lohnerhöhung erstreikt

junge Welt: Lohnplus für GebäudereinigerInnen

junge Welt: Interview „Wir haben einen enormen Mitgliederzuwachs“

 

Spontandemo nach FU VV zu Lenzen

Nach der VV an der FU sind heute ca 50 StudentInnen zum Henry Ford Bau aufgebrochen um dort Lenzen zu besuchen.

Waren am Dienstag noch die GebäudereinigerInnen unterstütz von StudentInnen auf dem Weg zu Lenzen um auf ihre miserabelen Arbeitsbedingungen an der FU aufmerksam zu machen, war diesmal die „ExpoKolumbien“ der Anlass (eine Veranstaltungsreihe der Kolumbianischen Botschaft an der FU mit dem Ziel mehr deutsches Kapital für die Kriegsökonomie in Kolumbien zu beschaffen) Lenzen zu besuchen.

Die StudentInnen wollten ihren Protest gegen die Unterstützung der kolumbianischen Regierung durch die FU zum Ausdruck bringen und darauf aufmerksam machen, dass die Studierenden anders als ihr Präsident nicht die kolumbianische Regierung unterstützt, die eng mit Paramilitärs kooperiert um ihre Interessen gegenüber der Bevölkerungsmehrheit durchzusetzen.

Doch auch der zweite Versuch diese Woche mit Lenzen zu sprechen wurde, diesmal durch verschlossene mit Sicherheitskräften bewachte Türen, von Seiten der Unileitung verhindert. Zwar gelang es den StudentInnen ins Gebäude bis vor den Veranstaltungssaal vorzudringen doch hatte sich die Veranstaltungsteilnehmer eingeschlossen.Vor dem Raum gab es daraufhin eine kleine spontane Kundgebung mit verschidenen Sprechchören („Keine neoliberale Universität! Keine Kooperation mit Paramilitärs“ / “ L@s estudiantes no somos terroristas – terrorista el estado que desaparece y asesina!“ ) und einen Redebeitrag von einem kolumbianische Studenten, der wegen seiner hochschulpolitischen Aktivitäten durch den kolumbianischen Staat verfolgt wird und jetzt politisches Asyl in Europa gefunden hat.

Die Polizei ist dann auch wieder irgendwann angerückt, um die „demokratische“ Rechte ;) auf dem Unigelände durchzusetzen.  Doch waren die StudentInnen da schon weg.

Wir werden es weiter versuchen mit Lenzen ins Gespräch zu kommen! Anlässe dazu gibt es ja leider genug an der FU.

Für eine demokratische Hochschule!

Solidarität mit den unterdrückten und politisch Verfolgten in Kolumbien!

Infos zur aktuellen Situation in Kolumbien und Solitermine:

Menschenrechte und die Kriminalisierung der sozialen Kämpfe in Kolumibien

Breites Bündnis für Kolumbien